Häufig gestellte Fragen und Antworten
Atemtherapie
Nach ärztlicher Diagnose stellt ein Lungenfacharzt oder Hausarzt ein Rezept für die Atemtherapie aus, die dann als Heilmittel mit der gesetzlichen bzw. privaten Krankenkasse abgerechnet wird. Verordnet wird häufig ein Grundkontingent an Therapieeinheiten, teils ergänzt um eine Wärmeanwendung als begleitendes Heilmittel; bei chronischen Erkrankungen sind je nach Diagnose auch dauerhafte Folgeverordnungen möglich.
Atemtherapie wird häufig eingesetzt, wenn nach einer Covid-19-Infektion die Lungenfunktion eingeschränkt ist und Patienten unter Erschöpfung, verminderter Leistungsfähigkeit oder anhaltendem Schleim leiden. Sie kann dabei unterstützen, die Lungenfunktion und den Allgemeinzustand zu verbessern.
Bei COPD wird Atemtherapie individuell auf das Beschwerdebild abgestimmt eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. zu unterstützen – etwa durch Techniken zur Schleimlösung, verbesserten Belüftung der Lunge und Stärkung der Atemmuskulatur. Sie ist dabei ein ergänzender Baustein zur ärztlichen COPD-Behandlung, kein Ersatz für die medizinische Therapie.
Bei Asthma bronchiale setzen wir gezielte Atem- und Hustentechniken ein, die die Belüftung aller Lungenabschnitte fördern, das Bronchialsystem stabilisieren und beim Lösen von Schleim unterstützen sollen. Ergänzend vermitteln wir Dehn- und Kraftübungen zur Stärkung der Atemmuskulatur.
Die richtige Atemtechnik wirkt sich mechanisch auf das Zwerchfell und die Muskulatur des Oberkörpers aus. Durch gezielte Übungen kann die Zwerchfellbeweglichkeit unterstützt und die Atemmuskulatur gestärkt werden, was sich auf Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidregulation und in der Folge auch auf Herz-Kreislauf-System und Nervensystem auswirken kann.
Auch Sänger, Menschen mit viel beruflichem Sprechbedarf sowie Personen mit stressbedingt flacher Atmung profitieren häufig von Atemtherapie. Bewusste Atemkontrolle kann helfen, Leistungsdruck, Ängste und Stress besser wahrzunehmen und zu regulieren.
Neben COPD und Asthma kommt Atemtherapie unter anderem bei chronischer Bronchitis, Mukoviszidose, Lungenfibrose, Lungenemphysem, nach Verletzungen des Brustkorbs (z. B. Rippenbrüchen) sowie bei Rippenfellentzündungen zum Einsatz – immer eingebettet in die ärztliche Gesamtbehandlung.
Atemtechniken können unterstützend eingesetzt werden, wenn Stress, Erschöpfung oder Schlafstörungen mit einer flachen, unbewussten Atmung einhergehen. Eine vertiefte, bewusste Atmung kann zur allgemeinen Entspannung beitragen.
Für eine mit der Krankenkasse abrechenbare Atemtherapie benötigen Sie eine ärztliche Verordnung, meist von einem Lungenfacharzt oder Hausarzt. Möchten Sie Atemtherapie präventiv oder zur allgemeinen Entspannung als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen, ist keine Verordnung nötig – sprechen Sie uns dazu einfach direkt an.
Das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von Grunderkrankung, Ausgangszustand und der Regelmäßigkeit der Übungen ab – eine pauschale Zeitangabe können wir seriös nicht machen. Viele Patienten berichten, dass sich das Atemgefühl bereits nach den ersten Sitzungen verändert; ein spürbarer funktioneller Effekt auf die Lungenfunktion braucht in der Regel mehrere Wochen konsequenter Übung.
Bobath-Therapie
Der Erstermin beginnt mit einer ausführlichen Befunderhebung, um die individuelle Situation – etwa Bewegungs- und Haltungskontrolle sowie Funktionsstörungen durch eine Läsion im zentralen Nervensystem – genau zu erfassen. Darauf aufbauend wird ein individuelles Behandlungskonzept erstellt; feste, vorgefertigte Übungslisten gibt es beim Bobath-Konzept bewusst nicht, da die Methode sich fortlaufend an den Patienten anpasst.
Bitte bringen Sie Ihre ärztliche Verordnung mit. Bequeme Kleidung erleichtert die aktiven und passiven Bewegungsübungen.
Zu den zentralen Zielen zählen die Verbesserung von Fein- und Grobmotorik, die Regulierung des Muskeltonus, die Vermeidung von Kontrakturen sowie eine erhöhte Koordinationsfähigkeit. Im Kern geht es darum, dem Patienten zu helfen, verlorene Bewegungsabläufe schrittweise wiederzuerlangen und Selbstständigkeit im Alltag zurückzugewinnen.
Das Bobath-Konzept kommt bei Läsionen des zentralen Nervensystems zum Einsatz, unter anderem nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittssyndromen, hypoxischer Hirnschädigung sowie bei Entwicklungsstörungen oder genetischen neurologischen Erkrankungen bei Kindern. Besonders bewährt hat sich die Methode bei spastischen und schlaffen Hemiparesen.
Anders als bei vielen klassischen Therapieformen gibt es beim Bobath-Konzept keine festen, vorgegebenen Übungslisten – die Behandlung entwickelt sich fortlaufend mit dem Patienten weiter, wobei nur wissenschaftlich anerkannte Verfahren einbezogen werden. Im Zentrum stehen die drei Behandlungstechniken Stimulation, Inhibition und Fazilitation sowie ein starker Fokus auf Alltagsrelevanz statt isolierter Übungen.
Alle approbierten Ärzte können Bobath-Therapie verordnen – unter anderem Hausärzte, Neurologen, Orthopäden, Kinderärzte sowie Reha-Ärzte. Die Verordnung erfolgt in der Regel unter der Bezeichnung „Krankengymnastik ZNS nach Bobath“.
Als anerkanntes, international genutztes Heilverfahren wird die Bobath-Therapie nach ärztlicher Verordnung von gesetzlichen wie privaten Krankenkassen erstattet:
Typische Behandlungsverläufe reichen von der Unterstützung nach einem Schlaganfall mit dem Ziel, Bewegungsabfolgen und Gleichgewicht wiederzuerlangen, bis zur Begleitung von Kindern mit motorischen Entwicklungsverzögerungen. Auch bei mehrfach- und schwerstbehinderten Patienten kann die Methode wesentliche Fortschritte bei Bewegungsübergängen und dem Erhalt von Vitalfunktionen ermöglichen.
Ja, Kinder erhalten das Bobath-Konzept häufig bei Entwicklungsverzögerungen, Koordinations-, Bewegungs- oder Wahrnehmungsstörungen. Die Behandlung wird über altersgerechte Bewegungsanreize an das jeweilige Entwicklungsstadium angepasst.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten – Dauer und Frequenz richten sich nach der ärztlichen Verordnung sowie dem individuellen neurologischen Befund. Eine gute ambulante Versorgung erfordert häufig eine längere, kontinuierliche Therapie über einen längeren Zeitraum, nicht nur einzelne Sitzungen.
Klassische Krankengymnastik arbeitet häufig mit definierten Übungsprogrammen für den Bewegungsapparat. Bobath fokussiert sich speziell auf Störungen des zentralen Nervensystems und nutzt keine festen Übungslisten, sondern ein sich fortlaufend an den Patienten anpassendes Konzept, das Stimulation, Inhibition und Fazilitation kombiniert.
Ja, auch bei mehrfach- und schwerstbehinderten Erwachsenen oder Kindern kann die Bobath-Therapie wesentliche Fortschritte ermöglichen. Im Vordergrund steht dabei häufig, Bewegungsübergänge zu erleichtern und Vitalfunktionen zu erhalten, unter besonderer Berücksichtigung individueller Einschränkungen.
Die Einbindung des Alltags und damit auch des unmittelbaren Umfelds ist ein zentraler Bestandteil des Bobath-Konzepts. Wir besprechen mit Ihnen bzw. Angehörigen gerne, wie sich erlernte Bewegungsmuster und Handling-Techniken auch außerhalb der Therapiesitzungen im Alltag sinnvoll unterstützen lassen.
Heilpraktiker
Beim Dry Needling werden feine Nadeln gezielt in sogenannte Triggerpunkte in der Muskulatur gestochen, um Verspannungen zu lösen und den lokalen Reizzustand zu beeinflussen. Bei uns bietet unsere Heilpraktikerin Britta Wehrs diese Behandlung an, vorwiegend im sportmedizinischen und orthopädischen Bereich, häufig ergänzend zu physiotherapeutischen oder osteopathischen Maßnahmen.
Krankengymnastik
In der Krankengymnastik werden mit aktiven und passiven Übungen Erkrankungen und Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates behandelt. Je nach Störungsbild und Befund kommen Techniken wie manuelle Therapie, Cyriax, Brunkow oder Schlingentischbehandlung zum Einsatz – präventiv, kurativ oder rehabilitativ.
Krankengymnastik wird orthopädisch (z. B. bei Band-, Muskel- und Sehnenrissen, Gelenkoperationen, Arthrose, Sportverletzungen, Osteoporose), neurologisch (z. B. nach Schlaganfall, bei Parkinson oder Multipler Sklerose) sowie bei bestimmten inneren Erkrankungen (etwa Atemwegserkrankungen wie Asthma) eingesetzt. Auch bei fehlerhaften Bewegungsentwicklungen im Kindesalter kommt sie unterstützend zum Einsatz.
Das hängt vom Beschwerdebild, der ärztlichen Verordnung und Ihrem individuellen Behandlungsverlauf ab – eine pauschale Zahl können wir seriös nicht nennen. Bei akuten Beschwerden reichen oft wenige Sitzungen, bei chronischen Erkrankungen ist häufig eine langfristige, regelmäßige Therapie sinnvoll.
Ziele sind unter anderem Schmerzlinderung, verbesserte Beweglichkeit und Durchblutung sowie die Stärkung instabiler Gelenke. Ergänzend kommen je nach Bedarf thermische Reize, Massagen sowie Hydro- oder Elektrotherapie zum Einsatz.
In vielen Fällen kann eine konsequent durchgeführte Krankengymnastik operative oder medikamentöse Behandlungen sinnvoll ergänzen oder in bestimmten Fällen sogar vermeidbar machen – das ist aber immer eine individuelle medizinische Entscheidung, die Ihr behandelnder Arzt gemeinsam mit Ihnen trifft, nicht wir als Physiotherapiepraxis. Wir arbeiten in solchen Fällen eng mit dem verordnenden Arzt zusammen.
Krankengymnastik ist ein anerkanntes Heilmittel und wird nach ärztlicher Verordnung direkt mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet. Bei privater Krankenversicherung ist auch die persönliche Abrechnung zur Vorlage bei Ihrer Kasse möglich.
Zunächst steht die Beweglichkeit sowie die ärztliche Diagnose im Fokus. Der Physiotherapeut prüft durch Abtasten mögliche Muskelverspannungen, Gelenkblockaden oder Veränderungen im Bindegewebe.
Ja, bei chronischen Erkrankungen ist häufig eine langfristige Therapie sinnvoll. Wir unterstützen Sie dabei nicht nur mit den Übungen selbst, sondern geben auch Hilfestellungen zur Alltagsbewältigung und zu passenden Hilfsmitteln.
Fachgerecht durchgeführte Krankengymnastik birgt für Patienten kaum Risiken. Vereinzelt kann es je nach individueller Empfindlichkeit zu kurzfristigen Befindlichkeitsstörungen kommen – meist eine normale Körperreaktion auf die Anwendung, die von selbst wieder abklingt.
Ja, physiotherapeutische Maßnahmen können unterstützend bei bestimmten Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Trakts sowie der Harn- und Nierenorgane eingesetzt werden – immer eingebettet in die ärztliche Gesamtbehandlung und nach entsprechender Verordnung.
Je nach Befund unter anderem manuelle Therapie, Cyriax, Brunkow oder die Schlingentischbehandlung, ergänzt durch thermische Anwendungen, Massagen sowie Hydro- oder Elektrotherapie. Welche Kombination für Sie sinnvoll ist, entscheidet sich anhand der ärztlichen Diagnose und der Befunderhebung durch Ihren Therapeuten.
Lymphdrainage
Die Behandlung erfolgt mit sehr sanftem, rhythmischem Druck – durch spezielle Dreh-, Pump- und Schöpfgriffe entlang der Lymphbahnen wird das Gewebe stimuliert, ohne dass dabei Schmerzen entstehen. Viele Patienten empfinden die Behandlung als entspannend und beruhigend für das vegetative Nervensystem.
Im akuten Krankheitsstadium wird häufig eine tägliche Behandlung empfohlen. Ist die Schwellung bereits rückläufig, genügen meist bis zu zwei Sitzungen pro Woche.
Die Behandlung gilt allgemein als gut verträglich. Wichtig zu wissen: Bei bestimmten Krankheitsbildern ist Vorsicht geboten oder die Behandlung ist kontraindiziert – dazu zählen akute Infektionen und Thrombosen mit Emboliegefahr.
Ja. Nach Operationen unterstützt die manuelle Lymphdrainage die Ödemreduktion und kann die Wundheilung sowie Narbenbildung positiv beeinflussen.
Trinken Sie ausreichend, um den angeregten Lymphfluss zu unterstützen, und vermeiden Sie unmittelbar nach der Behandlung starke Hitze (z. B. Sauna) oder intensive körperliche Belastung, da beides dem entstauenden Effekt entgegenwirken kann. Individuelle Empfehlungen besprechen wir direkt im Anschluss an Ihre Sitzung mit Ihnen.
Die manuelle Lymphdrainage ist ein anerkanntes Heilmittel und wird nach ärztlicher Verordnung von der Krankenkasse übernommen. Nicht jedes lymphologische Krankheitsbild ist jedoch automatisch im Heilmittelkatalog für MLD vorgesehen – ob die Verordnung passt, klärt am besten Ihr Arzt oder direkt Ihre Krankenkasse.
Zu den Hauptindikationen zählen Lymphödeme der Extremitäten, traumatische Schädigungen wie Muskelfaserriss oder Hämatom, Narbenbehandlung, rheumatische Erkrankungen, Arthrose sowie Ödeme in der Schwangerschaft. Auch bei bestimmten chronischen Beschwerden im HNO-Bereich, etwa wiederkehrenden Nasennebenhöhlenbeschwerden, kann die Methode ergänzend eingesetzt werden.
Klassische Massagetechniken regen primär die Durchblutung an. Die manuelle Lymphdrainage verfolgt ein anderes Ziel: Mit sehr sanftem, rhythmischem Druck wird gezielt der Abfluss von Gewebsflüssigkeit über das Lymphsystem angeregt – vorbehandelt werden dafür typischerweise Bauch, Hals und die relevanten Lymphknotenregionen, bevor der eigentliche Problembereich behandelt wird.
Ja, außerhalb medizinischer Indikationen wirkt die sanfte Drucktechnik beruhigend auf das vegetative Nervensystem und kann zur allgemeinen Tiefenentspannung beitragen, etwa bei stressbedingten Verspannungen. Eine solche präventive Anwendung ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung, da keine medizinische Indikation im Sinne einer Verordnung vorliegt.
Bei Ödemen an den Extremitäten wird meist über einen längeren Zeitraum behandelt, oft kombiniert mit Kompressionsverband und Bewegungstherapie, da die zugrunde liegende Ursache des Ödemgewebes eine kontinuierliche Behandlung erfordert. Hämatome lassen sich dagegen häufig bereits mit wenigen, dafür etwas längeren Sitzungen deutlich reduzieren.
Grundsätzlich nicht, bringen Sie aber bei ärztlich verordneter Behandlung bitte Ihre Verordnung und ggf. relevante Vorbefunde mit. Sagen Sie uns unbedingt Bescheid, wenn bei Ihnen akute Infektionen, eine Thromboseneigung oder andere Vorerkrankungen wie Asthma oder Schilddrüsenprobleme bestehen – das ist wichtig für die sichere Behandlungsplanung.
Manuelle Therapie
Zunächst steht eine genaue körperliche Untersuchung und Funktionsdiagnostik im Fokus – dabei wird u. a. auf Balancestörungen, Fehlhaltungen, Gelenkblockaden und Bewegungseinschränkungen geachtet. Anschließend kommen je nach Befund aktive Übungen und passive Techniken zum Einsatz, etwa sanfte Traktions- oder Gleittechniken, Triggerpunktbehandlungen oder neurale Mobilisation, um die Beweglichkeit gezielt zu verbessern.
Manuelle Therapie ist in der Regel gut verträglich und wird so eingesetzt, dass sie bestehende Schmerzen nicht verstärkt, sondern lindert. Punktuell kann bei bestimmten Techniken ein Zug- oder Druckgefühl entstehen; anhaltende Schmerzen sind nicht das Ziel der Behandlung.
Manuelle Therapie kommt bei Funktionsstörungen rund um den Bewegungsapparat zum Einsatz, etwa bei Gelenkblockaden, Bandscheibenbeschwerden, Arthrose, hartnäckigen Kopfschmerzen, Beschwerden nach Bänderriss, Meniskusschäden oder Kreuzbandverletzungen sowie Nervenreizungen wie beim Karpaltunnelsyndrom oder bei Ischiasbeschwerden.
Das hängt vom individuellen Befund und Behandlungsverlauf ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Viele Patienten spüren bereits nach einer Therapiesitzung eine Verbesserung, bei komplexeren oder länger bestehenden Beschwerden ist meist eine Serie von Terminen sinnvoll.
Ja, mit entsprechend angepasster, besonders sanfter Technik kann manuelle Therapie auch bei Kindern eingesetzt werden, etwa bei Haltungsauffälligkeiten oder Bewegungseinschränkungen. Sprechen Sie uns direkt an, damit wir die Behandlung altersgerecht gestalten können.
Manuelle Therapie zählt zu den verordnungsfähigen Heilmitteln und wird nach ärztlicher Verordnung mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet – der verschreibende Arzt muss dafür Vertragsarzt sein. Bei privater Krankenversicherung reichen Sie Ihre Honorarrechnung zur Erstattung bei Ihrer Versicherung ein; ob und in welcher Höhe erstattet wird, richtet sich nach Ihrem individuellen Tarif.
Wir prüfen unter anderem, ob Blockaden an Gelenken oder der Wirbelsäule vorliegen, ob eine Hypermobilität oder Bewegungseinschränkung besteht und ob einzelne Muskelgruppen über- oder unterlastet sind. Auf dieser Grundlage entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welche Techniken sinnvoll sind.
Bei der Mobilisation werden Gelenke sanft und wiederholt bewegt, um die Beweglichkeit schrittweise zu verbessern. Manipulation bezeichnet dagegen einen gezielten, schnellen Impuls an einem Gelenk.
Ja, individuelle Heimübungen sind ein wichtiger Bestandteil des Behandlungserfolgs und werden Ihnen gezielt mitgegeben. Sie stärken Ihre Eigenverantwortlichkeit und helfen, die in der Sitzung erzielte Verbesserung der Beweglichkeit im Alltag zu stabilisieren.
Ja, manuelle Techniken werden auch am Kiefergelenk eingesetzt, etwa im Rahmen der CMD-Therapie bei craniomandibulärer Dysfunktion. Details dazu finden Sie auf unserer Seite zur CMD-Therapie.
Nicht jede Beschwerde reagiert gleich gut auf manuelle Techniken. Bleibt eine spürbare Verbesserung aus, besprechen wir mit Ihnen, ob eine andere Therapieform – etwa Krankengymnastik, Faszientechnik oder eine ergänzende Diagnostik durch Ihren Arzt – sinnvoller ist.
Osteopathie
Der Ersttermin beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. Danach untersucht der Osteopath mit den Händen als primärem Diagnoseinstrument die Beweglichkeit von Gewebe, Gelenken und – je nach Teilgebiet – auch Organstrukturen.
Osteopathie kommt unter anderem bei muskulären Verspannungen, Gelenkproblemen und funktionellen Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Viele Patienten suchen eine osteopathische Behandlung auch dann auf, wenn andere Ansätze bislang wenig Linderung gebracht haben – der ganzheitliche Blick auf den Körper kann dabei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, die in einer eng fokussierten Untersuchung leichter übersehen werden.
Wir arbeiten mit drei Teilgebieten:
Private Krankenversicherungen und viele Zusatzversicherungen beteiligen sich häufig an den Kosten. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Osteopathie nicht als reguläre Kassenleistung, da sie nicht Teil des gesetzlichen Leistungskatalogs ist – viele Kassen zahlen aber freiwillig einen Zuschuss als sogenannte Satzungsleistung (§ 11 Abs. 6 SGB V), oft über Bonusprogramme oder Gesundheitskonten.
Osteopathie ersetzt keine notfallmedizinische oder ärztliche Akutversorgung – bei akuten Infekten, unklaren starken Schmerzen, Verdacht auf Frakturen, Entzündungen oder anderen Notfallsituationen ist zunächst eine ärztliche Abklärung nötig. Auch bei bestimmten Vorerkrankungen kann Zurückhaltung geboten sein.
Das lässt sich pauschal nicht beantworten – es hängt vom Beschwerdebild, dessen Dauer und Ihrer individuellen Reaktion auf die Behandlung ab. Manche Patienten spüren bereits nach der ersten Sitzung eine Verbesserung, bei chronischen oder länger bestehenden Beschwerden sind meist mehrere Termine im Abstand von einigen Wochen sinnvoll.
Osteopathische Techniken sind grundsätzlich sanft und manuell, sodass die Behandlung in der Regel gut verträglich ist. Bei bestehenden Verspannungen oder Blockaden kann punktuell ein Druck- oder Dehngefühl auftreten; starke Schmerzen sind nicht das Ziel der Behandlung.
Osteopathie wird auch bei Kindern und Säuglingen eingesetzt, etwa bei Bewegungs- oder Haltungsauffälligkeiten. Die Technik wird dabei besonders sanft an das Alter angepasst.
Die parietale Osteopathie behandelt den Bewegungsapparat – Muskeln, Gelenke, Knochen, Bänder, Sehnen und Faszien. Die viszerale Osteopathie richtet den Fokus dagegen auf die inneren Organe im Bauch-, Brust- und Beckenraum und deren Wechselwirkung mit dem Bewegungsapparat.
Nein. Osteopathie versteht sich als ergänzender, ganzheitlicher Ansatz und ersetzt keine notwendige ärztliche Diagnostik oder Akutbehandlung.
Physiotherapie
Physiotherapie umfasst gezielte Behandlungsmethoden zur Verbesserung von Beweglichkeit, Kraft und Funktion des Körpers – etwa manuelle Therapie, Krankengymnastik oder Lymphdrainage. Ihr individueller Therapieplan wird auf Ihre Beschwerden und Ziele abgestimmt.
Sie erreichen uns telefonisch oder über unser Online-Formular. Bei Akutbeschwerden bieten wir nach Vereinbarung auch Termine außerhalb der üblichen Sprechzeiten an.
Für Behandlungen, die die gesetzliche oder private Krankenkasse übernehmen soll, ist grundsätzlich eine ärztliche Verordnung nötig. Sind Sie Selbstzahler, privat zusatzversichert oder möchten eine Leistung in Anspruch nehmen, die unsere Physiotherapeuten – teils zugleich Heilpraktiker bzw. sektorale Heilpraktiker – auch ohne Rezept erbringen dürfen, ist eine Behandlung auch ohne Verordnung möglich.
Bringen Sie bitte Ihre ärztliche Verordnung mit, falls vorhanden, sowie Ihre Versichertenkarte. Hilfreich sind außerdem vorliegende Befunde, Arztberichte oder Bildgebung zu Ihrem Beschwerdebild.
Das hängt von der jeweiligen Therapieform und dem individuellen Befund ab und wird im Erstgespräch mit Ihnen besprochen. Eine pauschale Zeitangabe für alle Behandlungsarten können wir seriös nicht nennen – zu unterschiedlich sind Krankengymnastik, manuelle Therapie oder z. B. Lymphdrainage in Aufwand und Ablauf.
Physiotherapeutische Leistungen, die als Heilmittel ärztlich verordnet wurden – etwa Krankengymnastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage oder Atemtherapie – werden in der Regel sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenkassen übernommen, abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung bei GKV-Versicherten.
Gesetzlich Krankenversicherte zahlen bei verordneten physiotherapeutischen Behandlungen aktuell (Stand 2026) eine Zuzahlung von 10 € Pauschalgebühr pro Verordnung sowie 10 % der Behandlungskosten je Sitzung. Sie können sich davon befreien lassen, sobald Ihre jährlichen Zuzahlungen 2 % Ihres Bruttoeinkommens übersteigen (1 % bei anerkannt chronisch Kranken) – den Befreiungsantrag stellen Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.
Wir behandeln Patienten aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen sowie Unfallkassen und Berufsgenossenschaften und rechnen ärztlich verordnete Therapien direkt mit dem jeweiligen Kostenträger ab.
Physiotherapie arbeitet mit gezielten, meist symptom- und funktionsorientierten Techniken wie Krankengymnastik, manueller Therapie oder Lymphdrainage und ist in vielen Fällen ärztlich verordnungsfähig. Osteopathie betrachtet den Körper als vernetztes Gesamtsystem und versucht mit sanften manuellen Techniken, die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers zu unterstützen und Ursachen statt nur Symptome zu adressieren – sie ist keine reguläre GKV-Kassenleistung.
Bequeme, bewegungsfreundliche Kleidung erleichtert Untersuchung und aktive Übungen. Notieren Sie sich vorab gerne, seit wann Ihre Beschwerden bestehen, wodurch sie besser oder schlechter werden und welche Vorbehandlungen bereits stattgefunden haben – das hilft uns, Ihren Behandlungsplan gezielt abzustimmen.
Sprechen Sie uns bei eingeschränkter Mobilität oder besonderem Bedarf gerne direkt an – wir prüfen im Einzelfall, ob und in welchem Rahmen ein Hausbesuch für Sie möglich ist.
Regelmäßige Bewegung, ein individuelles Heimübungsprogramm sowie die konsequente Umsetzung der im Rahmen der Therapie vermittelten Bewegungsmuster im Alltag sind entscheidend. Wir zeigen Ihnen gezielt Übungen für zu Hause und besprechen mit Ihnen, wie Sie erzielte Fortschritte im Alltag stabilisieren können.
Bitte sagen Sie einen Termin, den Sie nicht wahrnehmen können, so früh wie möglich ab, damit wir den Platz anderweitig vergeben können. Kurzfristige Absagen können je nach Praxisrichtlinie mit einer Ausfallgebühr verbunden sein – Details dazu erfahren Sie bei der Terminvereinbarung oder direkt bei uns in der Praxis.
Ja, auf unserer Website finden Sie ausgewählte Inhalte auch in Leichter Sprache, damit sich möglichst viele Menschen gut über unser Angebot informieren können.
Ja, das ist sogar häufig sinnvoll. Viele unserer Patienten kombinieren beispielsweise klassische Physiotherapie mit Osteopathie, Kinesio-Taping als ergänzende Maßnahme zwischen den Terminen oder Clinical Pilates zur Stabilisierung nach abgeschlossener Behandlung.
Pilates
Clinical Pilates eignet sich besonders gut als ergänzendes Element eines Rehabilitationsprogramms nach Operation oder Verletzung sowie für Menschen mit chronischen Schmerzen. Die Hauptziele sind verbesserte funktionelle Kraft und Stabilität, eine bessere Haltung, Schmerzreduktion und optimierte Bewegungsabläufe.
Ja. Da unsere Kurse in kleinen Gruppen von maximal 6 Teilnehmern stattfinden, können wir die Ausführung jeder Übung genau kontrollieren und individuell anpassen – auch für Einsteiger ohne Vorerfahrung.
Clinical Pilates baut auf den klassischen Pilates-Prinzipien von Joseph Pilates auf, integriert aber zusätzlich physiotherapeutisches Fachwissen. Dadurch lässt sich das Training gezielter auf rehabilitative Bedürfnisse und individuelle Beschwerdebilder abstimmen als beim klassischen Fitness-Pilates.
Praxis
Unser Team aus Physiotherapeuten, Osteopathen und Heilpraktikern deckt ein breites Spektrum ab:
Unsere Praxis für Physiotherapie und Osteopathie liegt zentral im Herzen Münchens am Sendlinger Tor. Die genaue Adresse und Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf unserer Kontaktseite.
Unser Team besteht aus erfahrenen Physiotherapeuten, Osteopathen und Heilpraktikern mit unterschiedlichen Spezialisierungen – von manueller Therapie über Bobath-Therapie bis zu Naturheilkunde und Psychotherapie. Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt wählen wir die passende Behandlungsform und den passenden Therapeuten für Ihr Anliegen.
Ja, insbesondere im Rahmen der Krankengymnastik und der Bobath-Therapie behandeln wir auch Kinder, etwa bei Entwicklungsverzögerungen oder Bewegungs- und Koordinationsstörungen. Sprechen Sie uns bei Bedarf gezielt darauf an, damit wir die Behandlung altersgerecht gestalten können.
Sportphysiotherapie
Die Sportphysiotherapie ist eine Spezialdisziplin innerhalb der Physiotherapie und kombiniert leistungsphysiologisches Wissen (Sehnen, Bindegewebe, Muskeln) mit aktuellen Erkenntnissen aus Sportmedizin und Trainingslehre. Auf Basis einer Sportartanalyse und leistungsdiagnostischer Tests werden individuelle Trainings- und Rehaprogramme erstellt – nicht nur für Leistungssportler, sondern auch für Hobbysportler und Patienten mit chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat.
Bringen Sie Ihre ärztliche Verordnung mit, falls vorhanden, sowie relevante Vorbefunde oder Arztberichte zu Ihrer Verletzung. Bewegungsfreundliche Sportkleidung ist hilfreich, da funktionelle Tests und Übungen Teil der Erstuntersuchung sein können.
Zu Beginn beobachten wir, ob die Wundheilung bzw. der Genesungsverlauf im zeitlich üblichen Rahmen verläuft, und passen Intensität und Art der Belastung individuell an. Übungen und Bewegungsabläufe werden gezielt so zusammengestellt, dass sie einen passenden Belastungsreiz für das betroffene Gewebe darstellen – systematisch gesteigert, von der eingeschränkten Beweglichkeit bis zur vollständigen Belastbarkeit.
Das hängt stark von Art und Schwere der Verletzung sowie dem individuellen Heilungsverlauf ab – eine pauschale Zeitangabe wäre hier nicht seriös. Wir begleiten den Genesungsprozess Schritt für Schritt und passen die Belastungsparameter kontinuierlich an Ihren tatsächlichen Fortschritt an.
Neben Spitzen- und Hochleistungssportlern profitieren auch Breiten- und Hobbysportler sowie Menschen mit Erkrankungen des Bewegungsapparates oder chronischen Beschwerden. Typische Anlässe sind akute Sportverletzungen, Überlastungsschäden, Gelenkschmerzen nach Unfällen sowie der Wunsch, die körperliche Leistungsfähigkeit gezielt zu steigern oder zu erhalten.
Sportphysiotherapeutische Maßnahmen sind nicht automatisch Bestandteil des Heilmittelkatalogs und werden daher nicht grundsätzlich von gesetzlichen oder privaten Krankenkassen übernommen. Ist die Maßnahme im Einzelfall wesentlicher Bestandteil einer medizinischen Behandlung – etwa im Rahmen einer Reha nach Sportverletzung – kann eine anteilige Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt werden.
Ja, ausdrücklich. Neben Spitzen- und Hochleistungssportlern betreuen wir auch Breiten- und Hobbysportler sowie Menschen, die einfach wieder beweglicher werden möchten.
Ja, Prävention ist neben Rehabilitation und akuter Verletzungsbehandlung einer der drei zentralen Einsatzbereiche der Sportphysiotherapie. Über Sportartanalyse, gezieltes Training von Kraft, Ausdauer, Balance und Koordination sowie begleitende Maßnahmen während Training und Wettkampf lässt sich das Risiko für Überlastungsschäden und Verletzungen senken.
Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination. Je nach Sportart, Verletzung und Trainingsziel werden diese fünf Grundeigenschaften individuell unterschiedlich gewichtet und in Ihr Trainings- bzw. Rehaprogramm eingebaut.
Die Phasen der Wundheilung folgen einem zeitlichen Muster – weicht der individuelle Verlauf davon ab, passen wir Intensität und Art der Belastung entsprechend an. Fundiertes Wissen über Aufbau und Funktion des betroffenen Gewebes ist dabei entscheidend, um weder zu früh noch zu vorsichtig zu belasten.
Bei akuten Verletzungen wie Sehnen- und Bandrupturen, Frakturen oder Muskel- und Kapselverletzungen übernimmt die Sportphysiotherapie die Heilbehandlung und Nachbetreuung. Auf Basis des Verletzungstyps und der Wundheilungseigenschaften des betroffenen Gewebes legen wir die passenden Belastungsparameter für den Wiederaufbau fest – mit dem Ziel einer möglichst schnellen, aber sicheren Rückkehr zur Belastbarkeit.