Atemtherapie München:
Gut durchatmen!

Ihre Praxis für Atemtherapie im Zentrum von München. Unsere Physiotherapeuten behandeln Sie gerne und zeigen Ihnen die richtigen Übungen für Ihr Wohlbefinden.

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Behandlung

Für Sänger und Menschen, die beruflich viel reden müssen, ist die Atemtherapie ebenso relevant wie für Patienten mit Asthma bronchiale oder anderen Lungenerkrankungen. Die richtige Atmung wirkt sich hierbei nicht nur auf die Lunge, sondern auch mechanisch auf das Zwerchfell, die Muskulatur des Oberkörpers und den Sprechapparat aus.  Die richtige Atmung versorgt den Körper mit ausreichend Sauerstoff und reguliert den Kohlendioxidspiegel. Verändern Patienten die Atemtechnik, beeinflusst dies zusätzlich das Herz-Kreislauf-System positiv – Blutdruck und Herzschlag verbessern sich. Das gesamte Empfindungsvermögen und somit das Nervensystem profitieren ebenfalls. Die Atemtherapie in München wird individuell auf das Beschwerdebild abgestimmt, hilft aber insbesondere bei COPD oder Asthma, die Leistungsfähigkeit zu erhalten beziehungsweise zu verbessern.

Besonders nach einer Infektion mit dem Covid-19-Virus leiden Patienten an einer eingeschränkten Lungenfunktion. Sie sind schnell aus der Puste, sind deutlich weniger leistungsfähig als früher und kämpfen neben Erschöpfungs- und Ermüdungssymptomen auch oftmals mit anhaltendem Schleim. Besonders hier hilft gezielte Atemtherapie, die Lungenfunktion wieder zu verbessern und damit den gesamten Allgemeinzustand positiv zu beeinflussen.

Die physiotherapeutische Atemtherapie ist genau auf die Bedürfnisse von Patienten mit Lungenproblemen ausgerichtet. Dabei stehen zur Behandlung eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Verfügung, die bei unterschiedlichen Krankheitsbildern zur Anwendung kommen.

Zusätzlich kann bewusst durch die Kontrolle des Atems auf psychische und körperliche Prozesse Einfluss genommen werden. Atemtechniken können helfen, Leistungsdruck, Ängste und Stress wahrzunehmen und zu verbessern, denn oft führen sie bei vielen Menschen zu einer flachen Atmung. Die verminderte Sauerstoffaufnahme und -verteilung im Körper senkt die Leistungsfähigkeit von Organen, des Gehirns sowie der Muskeln. Mit der richtigen Physiotherapie wirken wir gemeinsam diesen Symptomen entgegen. Durch diese Methode lassen sich auch unterschiedliche Schmerzzustände erfolgversprechend behandeln.

Krankheitsbilder

Die Atemtherapie verfolgt hauptsächlich folgende Ziele:

  • Lösung von Schleim im Lungenbereich
  • Belüftung aller Lungenabschnitte
  • Verbessern des Gasaustauschs in der Lunge
  • Vorbeugung von Lungenentzündungen
  • Stabilisieren des Bronchialsystems
  • Stützung der Lunge bei obstruktiven Erkrankungen wie Asthma, COPD, chronische Bronchitis und Mukoviszidose

Bei folgenden Krankheitsbildern findet die Atemtherapie Anwendung:

  • COPD
  • Asthma bronchiale
  • Folgen einer Covid-19-Infektion (Post-Covid und Long-Covid)
  • Chronische Bronchitis
  • Mukoviszidose
  • Lungenfibrose
  • Lungenemphysem
  • Verletzungen des Brustkorbes wie Rippenbrüche etc.
  • Verspannung des Bewegungsapparates
  • Depressionen, Schlafstörungen, Burnout, Stress, Erschöpfung und Energiemangel 
  • Rippenfellentzündungen

Weitere wesentliche Ziele der Atemtherapie in München sind zudem eine verbesserte Sauerstoffaufnahme, die Entblähung der Lunge und die Stärkung der Atemmuskulatur. Das Erlernen von speziellen Atem- und Hustentechniken sowie eigene Dehn- und Kraftübungen helfen Patienten darüber hinaus, die Atemmuskulatur zu stärken und die Beweglichkeit – vor allem des Brustkorbes – zu verbessern.

Abrechnung (durch Krankenkasse)

Wenn die Luft knapp wird, erhalten Patienten nach ärztlicher Diagnose ein spezielles Therapiekonzept, mit dessen Hilfe richtiges Atmen erlernt werden soll.

Im Rahmen der Physiotherapie werden von privaten als auch gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine verordnete Atemtherapie übernommen. Alle Leistungsspektren werden im Heilmittelverzeichnis aufgeführt, wobei auch sogenannte Hilfsmittel wie Atemtherapie- oder Inhalationsgeräte für den Hausgebrauch von der Kasse bezahlt werden.

Ein Lungenfacharzt oder Hausarzt kann ein entsprechendes Rezept für die Atemtherapie ausstellen und unter dem vertraglichen Leistungskatalog mit der gesetzlichen Krankenkasse verrechnen. In der Regel werden sechs Therapieeinheiten mit dem vorrangigen Heilmittel Atemtherapie und als ergänzendes Heilmittel eine Wärmeanwendung verschrieben. Bei chronischen Erkrankungen ist es je nach Diagnose möglich, dauerhaft Verordnungen für eine Atemtherapie vom Arzt zu erhalten.

Hintergründe / Geschichtliches

Die Atemtherapie zählt zu einem sehr alten alternativen Heilverfahren, bei denen meditative Techniken zum bewussten Atmen mit der körperlichen Behandlung verknüpft werden. Die Wurzeln liegen unter anderem im Jahrtausende alten Wissen und Erfahrungen des Tai Chi, Buddhismus, Tao oder Yoga. Die Kraft der richtigen Atmung findet in Europa erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehr Beachtung. In der Atemtherapie der westlichen Welt vermischten sich verschiedene Elemente aus Tanz, Gymnastik und Psychotherapie mit dem fernöstlichen Wissen.

Renommierte Pioniere der Atemtherapie sind unter anderem Anderson, Schlaffhorst, Dürckheim, Schmitt oder Glaser. Besonders interessant: Hildegard von Bingen soll bereits außergewöhnliche Kenntnisse über bestimmte Atemtechniken besessen haben. Ohne diese wären wohl ihre Gesangskompositionen nicht durchführbar gewesen. Auch Ilse Middendorf entwickelte ein eigenes Atemkonzept, das auf die bewusste Selbstwahrnehmung und das Selbsterleben des Atems fokussiert ist.

Gemeinsam mit Psychoanalytikern erarbeitete Elsa Gindler nach dem Zweiten Weltkrieg ein neuartiges Atemprogramm, wonach das rein mechanische Atmen im Turnen ausgiebigst durchgeführt wurde – vollkommen zu Recht, wie sich dies bei ihren Erfolgen mit der neuen Atemtechnik herausstellen sollte.