Osteopathie München:
Selbstheilungskräfte nutzen
Die Osteopathie ist eine weitverbreitete und überaus effiziente Therapieform. Sie stellt nicht nur ein eigenständiges medizinisches System dar, das auf den Prinzipien von Anatomie, Physiologie und Pathologie basiert, sondern integriert auch philosophische Ansätze.
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In der Welt der Medizin nimmt die Osteopathie eine besondere Rolle ein. Im Zentrum der osteopathischen Behandlung steht die Vorstellung, dass der menschliche Körper – in seiner Komplexität und Vernetzung – über eine inhärente Fähigkeit verfügt, sich selbst zu regenerieren und Beschwerden zu heilen. Diese Fähigkeit zur Selbstregulierung ergibt sich aus der tiefen Verbindung sämtlicher Körperfunktionen, die von unserem Nervensystem und unseren Gefäßsystemen versorgt werden.
Praxis für Osteopathie
In unserer Fachpraxis sind Osteopathie und Physiotherapie unsere Schwerpunkte. Hier sehen wir den Menschen in seiner Gesamtheit und nicht nur als eine Sammlung einzelner Teile. Akute Probleme oder chronische Beschwerden entstehen oft durch Ungleichgewichte im körperlichen Netzwerk. Das Ziel der osteopathischen Behandlung ist daher zweifach. Es geht nicht nur darum, die offensichtlichen Symptome zu mindern. Vielmehr ist es uns wichtig, die tieferliegende Ursache zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Ganzheitliche Behandlung
Unsere Osteopathen und Heilpraktiker nutzen eine ganzheitliche Herangehensweise. In der Untersuchung nutzen sie ihre Hände als primäres Diagnoseinstrument, um Veränderungen oder Unregelmäßigkeiten in der Struktur und Funktion des Körpers zu erkennen. Dies ermöglicht es ihnen, gezielte manuelle Techniken anzuwenden, um das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Patienten eine osteopathische Behandlung aufsuchen, nachdem andere medizinische Ansätze wenig Linderung gebracht haben. Osteopathen betrachten den Körper in seiner Gesamtheit, wodurch sie oft Zusammenhänge erkennen, die in konventionelleren medizinischen Umgebungen übersehen werden könnten.
In den folgenden Abschnitten erklären wir die verschiedenen Teilgebiete der Osteopathie.


Parietale Osteopathie
Die parietale Osteopathie befasst sich mit den Faszien, Muskeln, Gelenken, Knochen, Bändern und Sehnen. In diesem Bereich behandelt der Osteopath krankhafte Veränderungen der Muskeln und des Skeletts. Eine parietale Osteopathiebehandlung bietet sich u. a. an bei Sportverletzungen, Rückenschmerzen, Wirbelsäulenerkrankungen, Nachbehandlung von Frakturen und anderen Operationen, Schultersyndrom und Armsyndrom, Nackenverspannungen sowie Gelenkbeschwerden (Athrose).

Viszerale Osteopathie
Die viszerale Osteopathie ist eine besondere Richtung innerhalb der Osteopathie. Hierbei fokussiert sich der Osteopath auf die manuelle Untersuchung und Behandlung der inneren Organe. Sie konzentriert sich insbesondere auf die Organe im Bauch-, Brust- und Beckenraum. Es geht nicht nur um die Organe selbst, sondern auch um ihre Wechselwirkungen. Diese Wechselwirkungen können Auswirkungen auf den Bewegungsapparat, das Nervensystem sowie auf die Extremitäten, sprich Arme und Beine, haben. Während einer Behandlung in der viszeralen Osteopathie wird der Osteopath die betroffenen Organe gezielt stimulieren und mobilisieren. Ziel ist es, Fehlstellungen zu korrigieren und das Wohlbefinden des Patienten zu verbessern.

Craniosacrale Osteopathie
Die Craniosacrale Therapie (auch Cranio-Sacrale Therapie oder Schädel-Kreuzbein-Therapie genannt) ist der dritte Bereich der Osteopathie. Das Entscheidende bei der Craniosacralen Therapie ist die Vorgehensweise im Craniosacralen Rhythmus, der sich über das Bindegewebe im gesamten Körper ausbreitet, um auf diese Weise ein Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) zu erzeugen. Auch eine Verbesserung der sogenannten Liquorproduktion kann hierdurch erreicht werden. Im Rahmen der Craniosacralen Behandlung in der Praxis für Physiotherapie und Osteopathie am Sendlinger Tor verfährt der Osteopath manuell, mit gezielten Handgriffen an Schädel, Nacken, Zungenbein, Kreuzbein, Wirbelsäule, Thorax, Zwerchfell, Becken und Füßen. Das Ergebnis kann individuell eine deutliche Verbesserung bei Schmerzen und Verspannungen, was eine optimierte Mobilität mit sich bringt, sein. Gemäß der Philosophie der Osteopathie handelt es sich bei der Craniosacralen Therapie um eine ganzheitliche Behandlung, die die körperliche, emotionale und psychische Ebene vereint.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Osteopathie ein wertvoller Bestandteil der medizinischen Landschaft ist.
Durch Osteopathie ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf den Körper und eine manuelle Herangehensweise an die Diagnose. Dies ermöglicht eine ganzheitliche Behandlung von Beschwerden bzw. deren Ursachen. In unserer Fachpraxis für Osteopathie und Physiotherapie wird dieser Ansatz in den Mittelpunkt gestellt, um das Wohlbefinden des Patienten zu fördern und zu erhalten.
In unserer Osteopathie-Praxis im Zentrum von München, nahe der Altstadt gelegen, wollen wir all diese Ansätze in der Therapie nutzen, um Ihnen eine bestmögliche Regeneration zu ermöglichen.
FAQ`s – Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Osteopathie
Hinweis & Studien
1) Osteopathische Behandlung bei schwangerschaftsbedingten Rücken- und Beckenschmerzen
In einer randomisierten kontrollierten Studie mit 60 schwangeren Frauen mit Schmerzen im Lenden- oder Beckenbereich erhielten 30 Frauen vier osteopathische Behandlungen über fünf Wochen, 30 bildeten die Wartelisten-Kontrollgruppe. In der Behandlungsgruppe sank die Schmerzintensität auf der visuellen Analogskala im Mittel von 6,5 auf 2,1 Punkte, was etwa einer Verbesserung von 68 % entspricht. In der Kontrollgruppe zeigte sich im gleichen Zeitraum keine relevante Veränderung. Die Autoren bewerten die Veränderungen als klinisch relevant.
2) Viszerale Osteopathie bei Reizdarmbeschwerden
Eine randomisierte Studie mit Patienten mit Reizdarmsyndrom untersuchte viszerale osteopathische Techniken im Vergleich zu Placebo-Manipulationen. In der Osteopathiegruppe verbesserten sich selbstberichtete Symptome wie Durchfall, abdominale Distension und Bauchschmerzen signifikant; außerdem nahm die Rektalsensitivität messbar ab. In der Placebogruppe zeigten sich keine entsprechenden Veränderungen. Die Autoren schließen daraus, dass viszerale Osteopathie kurz- und längerfristig einen positiven Einfluss auf Beschwerden und Sensorik haben kann.
3) Systematische Übersichtsarbeit zu Osteopathie in Schwangerschaft und Postpartum
Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse fasst mehrere randomisierte Studien zu osteopathischer Behandlung bei Rücken- und Beckenschmerzen in Schwangerschaft und Postpartum zusammen. Die Auswertung zeigt, dass osteopathische Manipulationen Schmerz und funktionelle Einschränkungen mit einem mittleren, klinisch relevanten Effekt im Vergleich zu Kontrollgruppen reduzieren. Die Autoren bewerten die Evidenz für diese speziellen Indikationen als moderat und die Behandlung als gut verträglich.
Related Services
Manuelle Therapie
Sie ergänzt die Osteopathie bei Gelenkblockaden, eingeschränkten Bewegungsabläufen und Beschwerden des Bewegungsapparates. Die gezielten Mobilisationstechniken unterstützen die Wiederherstellung der Funktion und können osteopathische Befunde sinnvoll vertiefen.
Faszientechnik
Da Faszien eine zentrale Rolle in der osteopathischen Diagnostik spielen, kann eine ergänzende fasziale Behandlung helfen, Spannungen zu lösen und Beweglichkeit zu verbessern. Sie eignet sich besonders, wenn Verklebungen oder myofasziale Dysfunktionen bestehen.
Kinesio-Taping
Nach einer osteopathischen Sitzung kann Taping die erreichte Beweglichkeit stabilisieren, die Gewebespannung regulieren und den lymphatischen Abfluss unterstützen. Es ist vor allem hilfreich bei länger bestehenden Beschwerden und Belastungen im Alltag.
Osteopathie München in leichter Sprache
Was ist Osteopathie?
- Osteopathie ist eine Art von Behandlung.
- Sie hilft dem Körper, sich selbst zu heilen.
Wie funktioniert Osteopathie?
- Der Körper kann sich selbst heilen.
- Alles im Körper ist miteinander verbunden.
Was macht ein Osteopath?
- Ein Osteopath behandelt den ganzen Körper.
- Er benutzt seine Hände, um Probleme zu finden und zu behandeln.
- Osteopathie kann helfen, wenn andere Behandlungen nicht helfen.
Arten der Osteopathie
- Parietale (Bewegungsapparat) Osteopathie
- Behandelt Muskeln, Knochen und Gelenke.
- Hilft bei Verletzungen und Schmerzen.
- Viszerale (innere Organe) Osteopathie
- Behandelt innere Organe.
- Hilft bei Problemen im Bauch, Brust und Becken.
- Craniosacrale (Schädel und Kreuzbein) Osteopathie
- Behandelt Kopf und Rücken.
- Hilft bei Schmerzen und Verspannungen.
Vorteile der Osteopathie
- Behandelt den ganzen Körper.
- Findet und behandelt die Ursache von Problemen.
- Kann bei langanhaltenden Problemen helfen.
Zusammenfassung
Osteopathie ist eine gute Behandlung. Sie hilft dem Körper, sich selbst zu heilen.
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